Gitarre lernen: Akkordübersicht und Barrée-Akkorde

Es gibt tausende von Akkorden und für jeden auch noch diverse Möglichkeiten, ihn zu greifen. Du brauchst genau 14 Akkorde, um jedes Lied dieser Welt begleiten zu können. Dann fehlt vielleicht die ein oder andere musikalische Nuance, aber Du kannst mit den 14 Akkorden auf der nächsten Seite einfach alles begleiten.

Nachdem Du C-dur erfolgreich gemeistert hast, wirst Du mit D-dur, D-moll, A-dur, A-mol, E-dur, E-moll und G-dur keine Probleme haben – außer mangelnder Übung. Beachte bei D, dass nur die obersten vier Saiten angeschlagen werden.

Bei G-dur gibt es zwei verschiedene Greifweisen: Du kannst es so spielen, wie ich vorschlage oder ZMR durch MRK ersetzen, also statt Zeigefinger Mittelfinger, statt Mittelfinger Ringfinger und statt Ringfinger die hohe e-Saite mit dem kleinen Finger greifen. Das erleichtert das (häufige) Umgreifen von C auf G, ist aber grundsätzlich etwas schwerer zu greifen.

 

Sieh Dir auch meine komplette Übersicht der wichtigsten Gitarrenakkorde an.


Besonderheiten ergeben sich bei C-moll, G-moll, F-dur, F-moll, H-dur und H-moll. Ich empfehle Dir, diese Akkorde als Barrée zu greifen. Dazu legst Du den Zeigefinger über die jeweils markierten Saiten und deckst sie alle ab. Die anderen Saiten greifst Du wie gewohnt. Bei Griff 1 in Dur kannst Du auch einfach den Ring- oder Zeigefinger über alle Saiten legen, wobei die hohe e-Saite dann nicht angeschlagen wird.

Such Dir erstmal Lieder heraus, die ohne Barrée zu spielen sind, denn Barrée-Akkorde wirst Du erst mit sehr viel Übung sauber spielen können. Das kann auch gerne mal ein Jahr dauern, bis Du sie wirklich „drauf hast“. Du wirst aber nicht um sie herumkommen und erstmal ist es auch in Ordnung, wenn Du sie nicht ganz einwandfrei spielst. Hauptsache Du bleibst im Rhythmus und es klingt halbwegs nach dem Akkord, den Du spielen wollstest. Besser wird es dann mit viel Übung.

Am schwierigsten ist es, mit dem Zeigefinger alle Saiten abzudecken. Insbesondere bei den Gelenken kommt dann nicht genug Druck auf die Saiten. Du kannst versuchen, den Zeigefinger leicht in Richtung Kopfplatte abzurollen und etwas seitlich aufzulegen. Damit geht es häufig besser.

Das Tolle an Barrée-Akkorden, wenn Du sie erstmal beherrscht: Du kannst sie verschieben und damit jeden Akkord als Barrée nur durch Verschieben spielen. Welchen Akkord Du in welcher Lage erhältst, kannst Du an der Abbildung einfach ablesen. Mit Barrée-Akkorden bist Du wirklich für alles gewappnet, was Dir in einem Lied so begegnen kann und meistens ist es nur ein Akkord, den Du damit „überbrücken“ musst.






Eine Übersicht aller Gitarrenakkorde, Gitarrengriffe, Schlagmuster und vieles mehr findest Du hier.

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